44 Jahre Partnerschaftsverein

Autor: Christoph Dürrwanger (Seite 1 von 24)

Führung durch die Auststellung „Digital by nature“ von Miguel Chevalier Zum Beginn des Jahres lädt der Verein zur Führung durch die Kunsthalle ein

 

Auch das Interesse an kulturellen Aktivitäten ist weiterhin ungebrochen und die Führung durch die Ausstellung „Digital by nature“ von Miguel Chevalier war nahezu ausgebucht. Unser Führer Camill von Eglofsstein brachte uns mit viel Engagement die Exponate nahe und gab uns Einblick in Hintergrundwissen, dass einem bei einem Besuch ohne fachkundige Erklärung vermutlich entgangen wäre. In den Pfälzer Weinstuben liess man dann das Gesehene bei einem Schoppen Wein und Pfälzer Spezialitäten nachwirken.

Gemeinsames Abendessen im Restaurant Pho Chang in Starnberg Verein lädt die Mithelferinnen und Mithelfer vom Weihnachtsmarkt ein

Am Dienstag, den 20. Januar trafen sich ca. 16 Mitglieder, die tatkräftig an unserem Stand am Weihnachtsmarkt mitgeholfen hatten. Es entwickelten sich lebhafte Gespräche, bei gutem vietnamesischem Essen fachsimpelte man über die gemeinsamen Erfahrungen vom Weihnachtsmarkt oder tauschte sich einfach so über alles Mögliche aus.  Der Verein sagt nochmal ganz herzlich DANKE!

Ohne das Engagement unserer Mitglieder wäre die Teilnahme am Weihnachtsmarkt für uns nicht möglich.

Der Fremde Francois Ozon verfilmt Romanvorlage von Albert Camus neu

Der junge Meursault hat einen Araber erschossen, die Sonne war schuld sagt er, eigentlich ein Unglück. Im Prozess spielt aber vielmehr die ihm unterstellte Gefühllosigkeit bei der Beerdigung seine Mutter eine Rolle. Am Ende wird er zum Tode verurteilt. Auch das spielt – nach Meursault – keine Rolle.

Die kongeniale Neuverfilmung von Francois Ozon nutzt die Ästhetik des Schwarz-Weiss-Films maximal aus, vor unseren Augen ersteht das Algier der frühen 40er Jahre neu. In langen Einstellungen verharrt Ozon auf Gesichtern, der Himmel, das Meer, die Sonne werden zu Neben-Protagonisten. Am Ende entlässt uns der schwindelerregende aber auch angstmachende Freiheitsbegriff irgendwie ratlos in den Winterabend.

Ein unglaublich schöner und beeindruckender Film der auch nach mehrfachem Anschauen nichts von seinem Geheimnis verliert.

La venue de l’avenir/ Die Farben der Zeit Das Kulturtheater Tutzing zeigt das französische Film-Highlight am Sonntag im Original mit Untertiteln

Ein neues Einkaufszentrum soll gebaut werden, doch auf dem Grundstück steht ein altes Haus, seit 1944 verlassen. Insgesamt 40 Personen einer inzwischen weitverzweigten Familie sind die Erben und bestimmen 4 Personen unter sich, zu entscheiden, was damit geschehen soll. Das verfallene Gebäude wird zum ersten Mal seit 1944 geöffnet und die 4 Familienmitglieder entdecken einen wahren Schatz. Neben einem Meisterwerk des Impressionismus finden Sie die Briefe der letzten Bewohnerin. Mit ihr begeben sie sich auf eine Zeitreise ins Paris des fin de siècle. Ein berührender Film der uns in die Welt des Paris am Ende des 19. Jahrhunderts versetzt, unbedingt anschauen!

Das Kulturtheater Tutzing zeigt den Film am Sonntag, den 11. Januar um 17:30 Uhr im Original mit Untertiteln.

Bon Voyage Ein wundervolles Road-Movie aus Frankreich

Marie möchte selbst bestimmen, wann es für Sie Zeit ist zu gehen. Hierzu hat sie einen Vertrag mit einer Organisation in der Schweiz unterschrieben. Sie traut sich aber nicht, ihrem Sohn und ihrer Enkelin reinen Wein einzuschenken. Sie erzählt ihnen, dass sie in der Schweiz eine Erbschaft anzutreten hat. Nur Pfleger Rudy – leicht verpeilt aber das Herz auf dem richtigen Fleck – weiss Bescheid. Es beginnt eine gemeinsame Reise im alten Familienwohnmobil so ungefähr Richtung Schweiz…mit Zwischenstopps am Meer, in einer Bowling-Halle, auch einer Beerdigungszeremonie einer Gruppe Sinti wohnen sie bei. Eine zauberhafte Tragikkomödie, unbedingt anschauen! Der Film läuft noch u.a. in den Breitwandkinos in Gauting und Seefeld.

Christkindlmarkt 2025 Ein vielversprechender erster Tag

Nachmittags war es noch ruhig aber gegen Abend füllte sich der Starnberger Christkindlmarkt. Schon am ersten Abend  erfreuten sich Austern, Fischsuppe, Wein, Champagner, Glühwein, Glühcidre und nicht zuletzt die warmen bretonischen Butterkuchen Kouign Amann großer Beliebtheit. Sie können uns noch bis Sonntag, den 7. Dezember auf dem Christkindlmarkt besuchen und sich an ausgesuchten französisch-bretonischen Köstlichkeiten erfreuen. Wir freuen uns auf Sie.

 

Christkindlmarkt auf dem Starnberger Kirchplatz 4.-7. Dezember Besuchen Sie uns auf dem Starnberger Christkindlmarkt

Auch dieses Jahr betreiben wir vom Verein wieder einen Stand auf dem Starnberger Weihnachtsmarkt. Gestern haben wir den Stand weihnachtlich und französisch geschmückt und heute sind wir bereit, Sie zu empfangen und sie mit ausgewählt weihnachtlich französischen-bretonischen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Sie können bei uns wählen zwischen frisch aus der Bretagne importierten Austern oder einer herrlichen heißen französischen Fischsuppe mit Croutons. Wem der Sinn eher nach Süßem steht, für den halten wir warme Kouign Amann(bretonischer Butterkuchen) bereit. Dazu bieten wir ein prickelndes Glas Champagner oder einen schönen französischen Weißwein an. Wenn Sie sich aufwärmen wollen, können wir Ihnen auch weißen Glühwein oder Glüh-Cidre anbieten. Unser Stand befindet sich direkt an der Wittelsbacherstraße/ Ecke Kirchplatzweg. Kommen Sie zu uns und genießen Sie das leicht französisch angehauchte Vorweihnachtsgefühl. Wir freuen uns auf Sie.

„Délicieux“ im Kino in Tutzing Das Kulturtheater e.V. in Tutzing bietet französischen Film im Original

Am Sonntag den 07. Dezember um 17:30 Uhr bietet das Kino in Tutzing den Film „Délicieux“ im Original mit Untertiteln. Wer den Film über den Koch, der 1789 am Hof des Königs aufgrund seiner fantasievollen Kochideen und dort unerwünschten Kreativität gefeuert wird und daraufhin das vielleicht erste Restaurant der französischen Geschichte eröffnet, doch lieber in der übersetzten Version sehen will, kann dies am Freitag den 12.12. um 15:30 Uhr unter dem Titel „À la carte, Freiheit geht durch den Magen“ tun. Wir wünschen einen angenehmen Kino-Nachmittag.

Gestern im Opatja in Söcking… Sylvia Löw stellt ihre fantastischen Bilder von der Delegationsreise nach Dinard vor

Gestern fanden sich knapp 30 Personen zusammen um in Söcking im Restaurant Opatja der Vorstellung der wunderbaren Fotos von Sylvia Löw von unserer Delegationsreise im September beizuwohnen. Sylvia Löw begleitete die Fotos mit kurzen Texten um den Zusammenhang herzustellen. Durch das  raffinierte Spiel mit Licht und Farben wirken manche Ihrer Bilder fast surrealistisch obwohl sie zugleich hoch realistisch sind. In jedem Fall sind sie eine wunderschöne Erinnerung und brachten uns nochmal die gemeinsam erlebten Tage von Anfang September zurück. Auch einige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die im September mit uns in Dinard waren, wohnten dem Abend bei.

Nachdem Sylvia Loew ihren Vortrag beendet hatte überreichte ihr unser Vorstandsmitglied Margit Dittmer verbunden mit einem herzlichen Dank für ihr Engagement einen Blumenstrauß. Die Veranstaltung endete mit einem gemütlichem Beisammensein beim guten Essen des Restaurants Opatja.

Führung durch die Susan-Sontag-Auststellung am 13.11.2025 "Everything matters"

 

Diesmal trafen wir uns zuerst in der Brasserie Oskar Maria im Literaturhaus um uns mit Risotto, Flammkuchen, Burrata und gebackenen Süsskartoffeln für die nachfolgende Führung zu stärken.

Mit viel Begeisterung führte uns unsere junge Führerin dann ab 20:00 Uhr durch die kleine aber feine Ausstellung, die ganz viele Aspekte des Lebens der Ausnahme-Intelektuellen Susan Sontag thematisiert. Schon mit 17 Jahren heiratet sie und versucht so dem kleinbürgerlichen Milieu in Tuscon Arizona zu entfliehen. Die Begegnung mit Thomas Mann hinterlässt sie tief enttäuscht, das amerikanische akademische Milieu wird ihr ebenfalls schnell zu eng. Sie geht nach Paris um an der Sorbonne zu studieren.

Nicht akademische Analyse, sondern das Erfahren mit allen Sinnen ist letztlich für sie wichtig. Sie schreibt Essays, Romane, dreht Filme und bezieht immer wieder dezidiert politisch Stellung. In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts reist sie z.B. ins belagerte Sarajewo um mit einer Theatergruppe „Warten auf Godot“ zu inszenieren.

„Everthing matters“, alles ist wichtig, auch das scheinbar Oberflächliche, Nebensächliche. Politische Äußerungen sind bei Ihr häufig überspitzt und dadurch nicht selten umstritten. Ihre massive Kritik an der US-Politik nach dem 11. September 2001 sorgt in den USA für wenig Gegenliebe.Sie beschließt mit Ihrer Lebenspartnerin nach Paris zu ziehen, wo sie Ihre letzten Lebensjahre verbringt.

Es war für uns sehr inspirierend und ein großes Vergnügen, den Ausführungen unserer Führerin zu lauschen. Nach der Führung gab es noch Gelegenheit, die Exponate nochmal im eigenen Tempo zu bewundern.

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