Belgien: 1 Staat, 3 Regionen, 4 Sprach-Regionen Inspirierender Vortragsabend mit Ralf Knobloch von der „Europäischen Akademie Bayern e.V.“ am 28. April im kleinen Saal der Schlossberghalle

Der Justizpalast in Brüssel. Ein beeindruckendes Gebäude. Der größte Justizpalast des 19. Jahrhunderts. Gebaut als Ausdruck der Macht und der Würde der 3. Gewalt und der Rechtsstaatlichkeit im föderativen belgischen Staat. Seit 1984 ist die Kuppel mit einem Gerüst umschlossen. Inzwischen ist das erste Gerüst selber baufällig und wird von einem zweiten Gerüst umschlossen. Als Referent Ralf Knobloch davon berichtet, bereitet sich eine gewisse Ungläubigkeit, später Heiterkeit im Saal aus. Ja, als Belgier und Belgierin müsse man einen gewissen Hang zum Surrealismus haben, fügt Herr Knobloch hinzu.

 Damit sind wir auch schon fast am Ende eines inspirierendes, hoch informativen und zugleich sehr spannenden und mitunter humorigen Abends über das politische System Belgiens, dass in seiner Komplexität trotzdem nur ansatzweise behandelt werden kann. So können wir auch nur ansatzweise erahnen, wie schwierig es ist, Kompromisse zu finden, zwischen verschiedenen Sprachgruppen, zwischen Bundesregierung und den Regierungen der einzelnen Regionen und wie sehr das belgische politische System auf die Kompromisswilligkeit seiner Akteure angewiesen ist. Nicht nur darin sei es dem deutschen föderativen System sehr ähnlich, auch das Grundgesetz habe die belgische Verfassung als fundamentale Inspiration genutzt, z.B. bei der zentralen Rolle der Menschenrechte in beiden Texten.

 Brüssel sei ein Abbild dieses Föderalismus, denn es bestehe aus 19 unabhängigen Gemeinden. Auch hier sei es daher hoch komplex z. B. Infrastrukturprojekte wie den U-Bahnbau voranzutreiben, die über Gemeindegrenzen hinaus gehen.

 Die große Sympathie des Referenten für dieses immer um Lösungen ringenden Landes ist für das Publikum auch dann deutlich spürbar, als er dazu einlädt, in Brüssel nicht nur die typisch touristischen Viertel zu besuchen, sondern auch die stark von Einwanderern aus Marokko und dem Kongo geprägten Viertel nicht auszusparen. Sie würden von einem vitalen migrantischen Leben geprägt, das so in Europa einzigartig sei. Wirkliche No-Go-Areas gebe es dagegen nicht.

 

Zum Schluss reißt er noch die Bedeutung Europas und der Nato für Brüssel an. Europa, das viel gescholtene Europa, sei keineswegs das Bürokratie-Monster, dass man ihm unterstelle, sondern habe vielmehr auch für Belgien eine gewisse Stabilität, vor allem aber Jahrzehnte des Friedens garantieren können.

 

Die Zuhörerschaft ist von der schieren Masse von 2 Stunden geballter Information zunächst so überwältigt, dass es etwas dauert bis man sich gesammelt hat und erste Fragen gestellt werden. Am Ende entwickelt sich doch noch ein reges Gespräch. Danach gehen wir bereichert in die Nacht hinaus, ein Teil der Zuhörerschaft lässt den Abend noch im Tutzinger Hof nachwirken.

Tag der offenen Tür im Starnberger Gymnasium Verein ist auch dieses Jahr mit einem Infotisch vertreten

Auch dieses Jahr waren wir wieder am Tag der offenen Tür im Gymnasium Starnberg mit einem Info-Tisch vertreten. Es war wieder eine sehr lebhafter Nachmittag, die verschiedenen Fachschaften präsentierten sich mit sehr fantasievollen Tischen. Auch wir konnten viele gute Gespräche führen und für den Verein werben. Herzlichen Dank ans Gymnasium, dass wir teilnehmen durften.

Eröffnung der Boule-Saison 2026 Am Freitag den 6. März trafen sich ca. 10 passionierte Boule-Spieler und -Spielerinnen auf der Boule-Bahn am Beccult

Am Freitag, den 6. März trafen sich 10 Mitglieder auf der Boulebahn am Beccult um die Boule-Saison 2026 zu eröffnen. Wegen der noch relativ kurzen Tage, startete man schon um 16:00 Uhr. Alle waren hoch motiviert, so motiviert, dass wir vergaßen, das Ganze auch im Bild festzuhalten. Deswegen posten wir hier alternativ eine Abbildung unseres allerersten Boule-Treffens.

Danach bestand noch Gelegenheit sich mit einem gemütlichen Zusammensein und bei gutem Essen und Trinken im Kommod zu stärken. Wir freuen uns auf die nächste Runde.

Jahresmitgliederversammlung im Restaurant Opatja in Söcking Am 25. Februar trafen sich 37 Mitglieder um einen neuen Vorstand zu wählen

Am 25. Februar trafen sich im Restaurant Opatja in Söcking im Clubraum im ersten Stock 37 Mitlieder u.a. um einen neuen Vorstand zu wählen. Der Vorsitzende Dr. Sebastian Schuh begrüßte die Anwesenden sehr herzlich und hielt Rückschau auf das vergangene Vereinsjahr. Neben Französischer Woche und Weihnachtsmarkt habe man im letzten Jahr auch zahlreiche Kulturveranstaltungen angeboten, u.a. Vorträge, Führungen und als Höhepunkt das Konzert mit dem Karoline-Weidt-Quartett im stimmungsvollen Ambiente des Museums Starnberger See.

Die ehemaligen Vorstände Brigitte Schwepcke und Sven Radtke wurden für ihre herausragenden Leistungen für den Verein mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.

Nach dem Bericht des Schatzmeisters Thomas Mittermeier ging es an die Neuwahl des Vorstandes. Leider stand Ulrich Silberbach nicht mehr zur Verfügung. Dafür stellte sich Tatjana von Groll-Schacht zur Wahl. Aus der Wahl ging der neue Vorstand wie folgt hervor:

Dr. Sebastian Schuh, 1. Vorsitzender

Dr. Falko Stichnoth, 2. Vorsitzender

Thomas Mittermeier, Schatzmeister

Christoph Dürrwanger, Protokollführer

Margit Dittmer, Beisitzende

Melanie Fuchs, Beisitzende

Tatjana von Groll-Schacht, Beisitzende

 

Führung durch die Auststellung „Digital by nature“ von Miguel Chevalier Zum Beginn des Jahres lädt der Verein zur Führung durch die Kunsthalle ein

 

Auch das Interesse an kulturellen Aktivitäten ist weiterhin ungebrochen und die Führung durch die Ausstellung „Digital by nature“ von Miguel Chevalier war nahezu ausgebucht. Unser Führer Camill von Eglofsstein brachte uns mit viel Engagement die Exponate nahe und gab uns Einblick in Hintergrundwissen, dass einem bei einem Besuch ohne fachkundige Erklärung vermutlich entgangen wäre. In den Pfälzer Weinstuben liess man dann das Gesehene bei einem Schoppen Wein und Pfälzer Spezialitäten nachwirken.

Gemeinsames Abendessen im Restaurant Pho Chang in Starnberg Verein lädt die Mithelferinnen und Mithelfer vom Weihnachtsmarkt ein

Am Dienstag, den 20. Januar trafen sich ca. 16 Mitglieder, die tatkräftig an unserem Stand am Weihnachtsmarkt mitgeholfen hatten. Es entwickelten sich lebhafte Gespräche, bei gutem vietnamesischem Essen fachsimpelte man über die gemeinsamen Erfahrungen vom Weihnachtsmarkt oder tauschte sich einfach so über alles Mögliche aus.  Der Verein sagt nochmal ganz herzlich DANKE!

Ohne das Engagement unserer Mitglieder wäre die Teilnahme am Weihnachtsmarkt für uns nicht möglich.

Der Fremde Francois Ozon verfilmt Romanvorlage von Albert Camus neu

Der junge Meursault hat einen Araber erschossen, die Sonne war schuld sagt er, eigentlich ein Unglück. Im Prozess spielt aber vielmehr die ihm unterstellte Gefühllosigkeit bei der Beerdigung seine Mutter eine Rolle. Am Ende wird er zum Tode verurteilt. Auch das spielt – nach Meursault – keine Rolle.

Die kongeniale Neuverfilmung von Francois Ozon nutzt die Ästhetik des Schwarz-Weiss-Films maximal aus, vor unseren Augen ersteht das Algier der frühen 40er Jahre neu. In langen Einstellungen verharrt Ozon auf Gesichtern, der Himmel, das Meer, die Sonne werden zu Neben-Protagonisten. Am Ende entlässt uns der schwindelerregende aber auch angstmachende Freiheitsbegriff irgendwie ratlos in den Winterabend.

Ein unglaublich schöner und beeindruckender Film der auch nach mehrfachem Anschauen nichts von seinem Geheimnis verliert.

La venue de l’avenir/ Die Farben der Zeit Das Kulturtheater Tutzing zeigt das französische Film-Highlight am Sonntag im Original mit Untertiteln

Ein neues Einkaufszentrum soll gebaut werden, doch auf dem Grundstück steht ein altes Haus, seit 1944 verlassen. Insgesamt 40 Personen einer inzwischen weitverzweigten Familie sind die Erben und bestimmen 4 Personen unter sich, zu entscheiden, was damit geschehen soll. Das verfallene Gebäude wird zum ersten Mal seit 1944 geöffnet und die 4 Familienmitglieder entdecken einen wahren Schatz. Neben einem Meisterwerk des Impressionismus finden Sie die Briefe der letzten Bewohnerin. Mit ihr begeben sie sich auf eine Zeitreise ins Paris des fin de siècle. Ein berührender Film der uns in die Welt des Paris am Ende des 19. Jahrhunderts versetzt, unbedingt anschauen!

Das Kulturtheater Tutzing zeigt den Film am Sonntag, den 11. Januar um 17:30 Uhr im Original mit Untertiteln.

Bon Voyage Ein wundervolles Road-Movie aus Frankreich

Marie möchte selbst bestimmen, wann es für Sie Zeit ist zu gehen. Hierzu hat sie einen Vertrag mit einer Organisation in der Schweiz unterschrieben. Sie traut sich aber nicht, ihrem Sohn und ihrer Enkelin reinen Wein einzuschenken. Sie erzählt ihnen, dass sie in der Schweiz eine Erbschaft anzutreten hat. Nur Pfleger Rudy – leicht verpeilt aber das Herz auf dem richtigen Fleck – weiss Bescheid. Es beginnt eine gemeinsame Reise im alten Familienwohnmobil so ungefähr Richtung Schweiz…mit Zwischenstopps am Meer, in einer Bowling-Halle, auch einer Beerdigungszeremonie einer Gruppe Sinti wohnen sie bei. Eine zauberhafte Tragikkomödie, unbedingt anschauen! Der Film läuft noch u.a. in den Breitwandkinos in Gauting und Seefeld.

Christkindlmarkt 2025 Ein vielversprechender erster Tag

Nachmittags war es noch ruhig aber gegen Abend füllte sich der Starnberger Christkindlmarkt. Schon am ersten Abend  erfreuten sich Austern, Fischsuppe, Wein, Champagner, Glühwein, Glühcidre und nicht zuletzt die warmen bretonischen Butterkuchen Kouign Amann großer Beliebtheit. Sie können uns noch bis Sonntag, den 7. Dezember auf dem Christkindlmarkt besuchen und sich an ausgesuchten französisch-bretonischen Köstlichkeiten erfreuen. Wir freuen uns auf Sie.

 

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