die freunde von dinard e.v.

40 Jahre Partnerschaftsverein

Starnberger Christkindlmarkt 5. - 8. Dezember 2019

Wie im vorherigen Jahr ist unser Verein auch dieses Jahr wieder zusammen mit unserem französischen Partnerverein „Les amis de Starnberg“ mit einem Stand auf dem Starnberger Weihnachtsmarkt vertreten. Wie letztes Jahr kann man bei uns auch dieses Jahr wieder frische Austern aus Cancale – traditioneller Bestandteil französischer Festtagsmenüs – mit einem Glas Champagner genießen. Alternativ bieten wir Ihnen dazu auch Weißwein oder Rosé an. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Kommen.

Für francophile Theaterfans Georges Perec, Über die Kunst seinen Chef anzusprechen und ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten

Georges Perec war Mitglied der Gruppe Oulipo(„Werkstatt für potentielle Literatur“) und gilt als einer der wichtigsten französischen Schriftsteller der Nachkriegszeit.

„Über die Kunst seinen Chef anzusprechen und ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten“ handelt über den inneren Dialog eines Angestellten, dessen Ängste, was bei diesem Gespräch alles falsch laufen könnte und ob er überhaupt bis zum Chef durchdringt, zunehmend eskalieren und letztlich das ganze Vorhaben zum Scheitern verurteilen.

Sehr absurd und zugleich sehr real. Zu sehen am Freitag den 29. November im Café des Metropol-Theaters in Freimann in einer Aufführung mit Ulrike Arnold.

Für francophile Kinofans Französische Filmwoche München im Kino Theatiner, 27. November bis 4. Dezember

In Zusammenarbeit mit dem Institut Francais veranstaltet das Kino Theatiner in diesem Jahr das erste Mal eine Französische Filmwoche. Zu sehen sind viele München-Premieren wie z.B. den neuen Film von Eric Toledano(„Ziemlich beste Freunde“) „Hors Normes“ im französischen Original mit Untertiteln und für Freunde klassischer Filmkunst die kongeniale Queneau-Verfilmung „Zazie dans le métro“ aus dem Jahr 1960. Genauere Informationen unter www.theatiner-film.de.

 

11. November 1918, Armistice

Vor genau 101 Jahren, am 11.11.1918 wurde im Wald von Compiègne der Waffenstillstand zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich unterzeichnet, der den ersten Weltkrieg – in Frankreich immer noch „La Grande Guerre“ genannt – beendete. Im deutschen kollektiven Erinnern fast vollständig vom 2. Weltkrieg überlagert, bleibt der 11.11. für unsere französischen Nachbarn weiterhin ein Feiertag, ein wichtiger Tag des Erinnerns, an dem Gedenkveranstaltungen stattfinden, Kränze niedergelegt werden. Das hat vielleicht damit zu tun, dass unsere westlichen Nachbarn das Grauen des Krieges viel direkter miterlebt haben. In Deutschland seinerzeit nur als fernes Raunen durch die Erzählungen von Fronturlaubern wahrgenommen, verliefen die furchtbaren Zerstörungslinien teilweise direkt durch Frankreich und betrafen dort unmittelbar auch die Zivilbevölkerung.

Für frankophile Cineasten

Potrait einer jungen Frau in Flammen (Portrait de la jeune fille en feu)

Wir schreiben das Jahr 1770. Héloise soll verheiratet werden. Ein Portrait soll von ihr angefertigt werden. Héloise lehnt sowohl Heirat als auch Portrait ab. Ein Maler ist schon an ihr gescheitert. Nun soll die junge Malerin Marianne ihr Glück versuchen. Sie begleitet die junge Frau auf ihren Spaziergängen am Meer und zeichnet sie dann aus dem Gedächtnis. Doch als das Bild fertig ist, gesteht sie Héloise den Verrat. Héloise betrachtet das Bild und stellt fest: „Dieses Bild zeigt nicht mich, denn sie kennen mich nicht.“ Marianne zerstört in Ihrer Enttäuschung das Werk. Sie erhält eine weitere Chance, diesmal erklärt sich Héloise bereit, ihr Modell zu sitzen. Es entspinnt sich zwischen den beiden Frauen eine zarte Liebesgeschichte, häufig nur in Andeutungen gezeigt. Selbst eine egalitäre Gesellschaft scheint möglich, die Rollen zwischen den beiden Frauen und der Hausangestellten beginnen zu verwischen, ein kurzer Moment eines vorparadiesischen Zustandes scheint aufzuflackern. Ein bildgewaltiger und poetischer Film vor der grandiosen Naturkulisse einer Insel vor der bretonischen Küste. Adèle Haenel in einer weiteren Paraderolle! Zu sehen in deutscher Fassung in den Breitwand-Kinos im Landkreis oder im Original mit Untertiteln im Kino Theatiner in München.

Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Jean-Claude Mahé 20. Oktober 2019

Am 20. Oktober 2019 wurde dem Bürgermeister von Dinard, Herrn Jean-Claude Mahé, in der Schlossberghalle von Bürgermeisterin Frau Eva John die Ehrenbürgerwürde der Stadt Starnberg verliehen. Neben zahlreichen Würdenträgern der Stadt waren auch viele Mitglieder des Vereins „Die Freunde von Dinard e.V.“ zugegen, um den Geehrten zu feiern.
Nach einer Begrüßung durch Bürgermeisterin Eva John, deren Übersetzung ins Französische von 4 Schülerinnen der neunten Jahrgangsstufe des Gymnasiums Starnberg hervorragend vorgetragen wurde, hielten die Vorsitzenden der beiden Partnervereine, Angelika Galata und Dominique Ledez, die Laudatio für Jean-Claude Mahé.
Von allen Rednerinnen und Rednern wurde das langjährige und nachhaltige Engagement von Jean-Claude Mahé für die Städtepartnerschaft in verschiedenen Funktionen gewürdigt. Herr Mahé war eines der ersten Mitglieder des 1979 in Dinard gegründeten Vereins „Les Amis de Starnberg“, und über die Jahre hinweg behielt er bis heute sein großes Engagement für die deutsch-französische Freundschaft bei. Besonders herausragend sei Jean-Claude Mahés Engagement für den Schüler- und Jugendaustausch und für die Französische Woche.
Bürgermeisterin Eva John überreichte Jean-Claude Mahé im Anschluss die Ehrenbürgerwürde, bedankte sich sehr herzlich für sein langjähriges Engagement und gratulierte Ihm zu dieser Ehrung.
Festlich umrahmt wurde die Veranstaltung durch die Pianistin Lauriane Follonier und die Tanzeinlagen einer Gruppe von Ballettschülerinnen des Ballettzentrums Starnberg.

 

 

 

In einem neuen Licht KANADA und der Impressionismus

Am 17.10. veranstaltete der Verein für Mitglieder eine Führung durch die Auststellung „In einem neuen Licht“. Die Veranstaltung war mit ca. 15 Teilnehmern gut besucht und widmete sich einem vermutlich für die meisten Teilnehmer unbekannten Thema, den kanadischen Impressionisten.
In Frankreich inspiriert gingen manche Maler und Malerinnen später nach Kanada zurück und entwickelten die neu gewonnenen Kenntnisse zu etwas ganz Eigenem weiter. Spannend vermittelt von der Kunst-Historikerin Vivien Rathjen, tauchte die Gruppe in eine andere Welt und Zeit ein, eine Zeit in der es den Staat Kanada erst wenige Jahrzehnte gab, in der Paris die Metropole der Welt war, in der die Industrialisierung sowohl großen Reichtum und große Armut erzeugte. Interessant dabei war vor allem auch der unterschiedliche Standpunkt dieses jungen Staates Kanada, der noch kaum über Metropolen, dafür aber umso mehr Natur verfügte.
Als Schmankerl präsentierte Vivien Rathjen den Anwesenden das Bild „Strandleben in Dinard“!
Es war ein großes Vergnügen, allerdings müsste man sich noch mal Zeit nehmen, die Ausstellung in Ruhe anzusehen und die aufgenommenen Informationen zu vertiefen.

Alles funkelt, alles leuchtet Delegationsreise nach Dinard, 13.09. – 16.09.2019

Alles funkelt, alles leuchtet, Boote durchpflügen in der Ferne wie kleine Spielzeuge das Meer. Es ist, als sei uns etwas sehr Wertvolles geschenkt worden. Es ist uns geschenkt worden! Freundschaft, das Zusammensein mit unseren französischen Freunden, magische Momente in Dinard, ein traumhaftes Spätsommerwochenende.

Es begann mit dem Empfang in unserer Unterkunft, im Château Hébert der Fondation Solacroup, einem mondänen Gebäude, erbaut Ende des 19. Jahrhundert auf einem Felsen über dem Meer, mit einem traumhaften Blick auf St. Malo.

Der Samstag Vormittag war für einen Besuch des Marktes in Dinard vorgesehen, danach traf man sich in der Maison des jumelages, wo sich Deutsche und Franzosen mit Galettes-Saucisses (Galettes mit Würstchen),  Crèpes, Cidre und Wein stärken konnten.

Am Nachmittag ging es mit dem Boot über die Rance-Mündung nach St. Malo. Ein Teil besuchte das Grab Chateaubriands, ein anderer Teil besichtigte sein Wohnhaus, ein dritter Teil ließ St. Malo bei einem Stadtbummel auf sich wirken.

Abends genossen wir den Vereinsabend im Cosec bei bretonischer Musik und Tanz und einem köstlichen Buffet.

Die dritte Bürgermeisterin der Stadt Starnberg, Frau Iris Ziebart, während ihrer offiziellen Rede am 14. September beim Abend der Vereine im Cossec in Dinard. Neben ihr zu sehen sind der Dinarder Bürgermeister Jean-Claude Mahé und die stellvertretende Bürgermeisterin und Partnerschaftsreferentin der Stadt Dinard, Patricia Perrier. Frau Ziebart vertrat zusammen mit Stadtrat Tim Weidner die Stadt Starnberg in Dinard.

 

Der Sonntag war, wie traditionell üblich, dem privaten Zusammenkommen in den Familien gewidmet.

Das Gala-Diner im Casino von Dinard war wieder der krönende Abschluss dieses wundervollen Wochenendes, der musikalisch von 2 ausgezeichneten Chanson-Ensembles begleitet wurde, die bei manchem sicher wehmütige Erinnerungen an vergangene Erlebnisse hervorgerufen haben und zum Mitsingen und Tanzen animierten.

Einen ganz herzlichen Dank an unsere französischen Freunde für dieses wunderschöne Programm.

 

 

Gelobt sei Gott

Wer unseren Patenfilm noch nicht gesehen hat,  hat noch zweimal Gelegenheit dazu auf dem Filmfest:

Mittwoch, 11.09.2019, 20:15 Uhr in Seefeld

Donnerstag, 12.09.2019, 19:30 Uhr in Gauting.

Der Film entfaltet mit seiner ruhigen und sachlichen Erzählweise eine Wucht, der man sich kaum entziehen kann. Unbedingt anschauen!

Für francophile Kinofans

Mit dem Fünfseen-Filmfestival starten die Breitwand-Kinos unter dem Titel „Afrika im Aufbruch“ eine bemerkenswerte Filmreihe, in der auch Filme aus dem francophonen Afrika gezeigt werden und die uns sehenswerte Einblicke in unseren Nachbarkontinent erlaubt.

Die Reihe startet am 10.09.2019 um 19:30 Uhr in der Schlossberghalle in Starnberg mit dem Film „Frontières“ der jungen Regisseurin Apolline Traoré aus Burkina Faso. Der Film erzählt die Geschichte von 4 Frauen die auf dem Landweg vom Senegal nach Nigeria fahren und an schier unüberwindlich erscheinenden offiziellen und  inoffiziellen Grenzen zu scheitern drohen.

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