die freunde von dinard e.v.

40 Jahre Partnerschaftsverein

60 Jahre Peugeot 404 Der erste Peugeot, der auch das westdeutsche Straßenbild mitprägte

1960 stellt die Firma Peugeot, deren Produktionsanlagen im Krieg stark zerstört worden waren, ihre dritte Neukonstruktion seit dem Krieg vor, den Peugeot 404. Seine konservative, schlichte Eleganz ausstrahlende Form stammt von Pininfarina in Italien. Die grossen Fensterflächen lassen viel Licht in den Fahrgastraum und bieten eine gute Übersichtlichkeit. Der leicht schräg eingebaute Motor ermöglicht einen tiefen Schwerpunkt und sorgt zugleich für ein sehr gutes Fahrverhalten und ebensolchen Komfort. Ab 1961 bietet Peugeot mit einer Einspritz-Version einen der ganz frühen Motoren mit Benzineinspritzung an, die von der Münchner Firma Kugelfischer zugeliefert wird. Später wird es auch einen Kombi(Break) und die sogenannten Familiale-Versionen geben, einen Kombi mit 3 Sitzreihen und Platz für bis zu 7 Personen. Der Familiale kann als früher Vorläufer der heutigen Vans gelten. Der Peugeot 404 ist der erste Peugeot, der von den EWG-Verträgen profitiert und mit seinem Komfort, seiner Solidität und seiner guten Ausstattung in ganz Europa sehr gut ankommt und auch in Deutschland bis in die späten 70er Jahre das Verkehrsbild mitprägen wird.

 

Für frankophile Bücherfans Jean-Luc Bannalec, Bretonische Spezialitäten

Der neue Bannalec ist da und spielt in St. Malo und Dinard. Kommissar Dupin ist auf einem Seminar in St. Malo zu Gast, als er mit dem Beginn einer Mord-Serie konfrontiert wird. Seine Nachforschungen offenbaren dunkle Familiengeheimnisse in der örtlichen Gastronomie und führen ihn unter anderem auch nach Dinard und Cancale.

Wie im aktuellen Journal unseres französischen Partnervereins „Les amis de Starnberg“(www.amisdestarnberg.fr) nachzulesen, war Jean-Luc Bannalec vor einem Jahr zu Gast in Dinard und ließ sich die Schönheiten der Cote d’Émeraude vorführen. Viel Spaß beim Lesen!

Jean-Luc Bannalec, Bretonische Spezialitäten, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Paperback 16,– €, e-book 12,99 €

 

Antrittsbesuch des Vorstandes beim neuen Bürgermeister von Starnberg A. Galata, B. Schwepcke und Dr. Falko Stichnoth besuchen Patrick Janik

Im Mai statteten die Vorsitzende Angelika Galata, die stellvertretende Vorsitzende Brigitte Schwepcke und Vorstandsmitglied Dr. Falko Stichnoth dem neu-gewählten Bürgermeister der Stadt Starnberg Patrick Janik, der seit dem 1. Mai im Amt ist, einen Antrittsbesuch ab und gratulierten ihm zu seinem Wahlerfolg.

Erfreut dürften die anwesenden Vorstandsmitglieder zur Kenntnis nehmen, dass auch Patrick Janik genau wie seine Vorgängerin und Vorgänger unserem Vereinsanliegen sehr zugetan ist. Als Schüler hat er wiederholt am Austausch teilgenommen und kennt daher nicht nur Dinard sondern auch Jean-Claude Mahé, der für seinen langjährigen Einsatz für die Partnerschaft im letzten Jahr mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Starnberg ausgezeichnet wurde.

Herr Janik und seine sehr gut Französisch sprechende Frau haben in den letzten Jahren Frankreich als Reiseziel für sich entdeckt.

Wir freuen uns auch, dass Herr Bürgermeister Janik seine Unterstützung unseres Vereinsanliegens durch seinen Beitritt zum Verein bekräftigt hat und begrüßen ihn sehr herzlich in unserem Verein.

Darüber hinaus freuen wir uns, dass Herr Bürgermeister Janik mit Frau Dr. Charlotte Meyer-Bülow auch wieder eine Partnerschaftsreferentin eingesetzt hat.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Herrn Janik und Frau Dr. Meyer-Bülow.

Für frankophile Bücherfans Laetitia Colombiani, Das Haus der Frauen:

Karriere-Anwältin Solène wird Zeugin, wie einer ihrer Mandanten nach einem für ihn ungünstigen Urteil im Jusitiz-Palast die Brüstung überwindet und in die Tiefe springt. Dieses Ereignis ist für sie Auslöser, dass ihr scheinbar so geordnetes Leben zusammenbricht, sie findet sich in einer Klinik wieder, Diagnose Burn-out. Wieder zuhause fällt es ihr weiterhin schwer, ins Leben zurück zu finden. Auf Rat ihres Psychiaters beginnt sie sich ehrenamtlich zu engagieren und kommt so in Kontakt mit einem Frauen-Haus und dessen Bewohnerinnen.

Die in der Jetzt-Zeit angesiedelte Handlung wechselt ab mit einem historischen Handlungsstrang, der die Geschichte der Gründerin eines der ersten französischen Frauenhäuser, Blanche Peyron, schildert. Ein spannend erzählter Roman über bewegende Frauenschicksale.

Laetitia Colombani, Schauspielerin und Regisseurin, war mit ihrem ersten Roman „Der Zopf“ monatelang in der Spiegel-Besten-Liste vertreten. Nun präsentiert sie ihr neues Buch.

Laetitia Colombani, Das Haus der Frauen, Fischer Verlag, 20,– €

 

Delegation 2020 auf 2021 verschoben

Nach reiflicher Überlegung und natürlich in Absprache und Abstimmung mit der Stadt Starnberg und unserem Partnerverein „Les Amis de Starnberg“, sind wir zu dem Entschluss gekommen, wegen der Corona-Pandemie die Delegation 2020 (Besuch der Dinarder in Starnberg) auf das Jahr 2021 zu verschieben.

Obwohl zur Zeit in Deutschland wieder viele Ausgangsbeschränkungen aufgehoben werden, und auch das „Confinement“ der Franzosen zu wanken beginnt, sehen wir uns doch in der Pflicht, äußerste Vorsicht walten zu lassen.

Les Bassins de Lumières, Bordeaux

Endlich können wir uns in Europa wieder freier bewegen und auch die Grenzen zu Frankreich sind wieder offen. Und unser westlicher Nachbar erwartet uns nicht nur mit den altbekannten oder noch nicht bekannten Sehenswürdigkeiten. Es gibt auch ganz Neues zu entdecken.

So haben in Bordeaux inzwischen die „Bassins de Lumières“ ihre Pforten geöffnet. Eigentlich sollte die Eröffnung am 17. April stattfinden, dies wurde aber durch die Corona-Krise verhindert.

In den ehemaligen, von der deutschen Besatzungsmacht im 2. Weltkrieg gebauten U-Boot-Bunkern, geht man auf Stegen über das Wasser, Kunstwerke von van Gogh, Klimt und Paul Klee u.a. werden im Halbdunkel an die Wände projiziert und spiegeln sich gleichzeitig im Wasser. Der Zuschauer wandelt gleichsam durch das Kunstwerk und wird zu einem Teil davon. Eine zusätzliche akustische Untermalung bringt ein Gesamtwerk hervor, das in dieser Zusammenstellung einmalig ist.

Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Reservierung nötig. Wir empfehlen, diese mindestens 2 Wochen im Voraus unter www.bassin-lumieres.com zu tätigen. Bitte bleiben Sie weiterhin vorsichtig und beachten Sie Masken- und Abstandregeln.

Thierry Mugler in der Kunsthalle Thierry Mugler, Couturissime

Eine weitere frankophile Ausstellung zeigt derzeit die Kunsthalle München. Mit Thierry Mugler kommt diesmal einer der Paradiesvögel der Modeszene Frankreichs zur Ausstellung. Thierry Mugler, 1948 in eine ursprünglich aus Österreich stammende Arzt-Familie in Straßburg geboren, leidet unter der Enge des strengen Elternhauses und der Atmosphäre in den 50er Jahren. Nach einer Ausbildung als Ballett-Tänzer an der Opéra National du Rhin studiert er Kostümdesign an der Ecole Supérieure des Arts Décoratifs in Straßburg. Ende der 60er Jahre geht er nach Paris, wo er 1974 sein eigenes Modehaus gründet. Seine erfolgreichste Phase durchlebt die Firma in den 70er und 80er Jahren. In den 90er Jahren beginnt der Niedergang. 1997 übernimmt Clarins die Firma und stellt zeitweise die Modelinie ein. Ab 2006 wird die Mode-Sparte wieder belebt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. August zu sehen. Bitte bleiben Sie weiterhin vorsichtig, beachten Sie Mindestabstände und Maskenpflicht und bleiben Sie gesund.

Thierry Mugler, Couturissime, Kunsthalle München, noch bis 30. August 2020.

Für frankophile Bücherfans Raymond Quéneau, Zazie in der Metro

Die kleine Zazie kommt nach Paris zu ihrem Onkel. Ihr größter Traum ist es, einmal mit der Metro zu fahren. Doch es wird mal wieder gestreikt in Paris, die Metro ist geschlossen. Was hilft’s, die kleine Zazie wird sich mit Entschlossenheit und Energie ihrem Schicksal entgegen stemmen und tut alles, um doch noch mit der Metro fahren zu können. 

Der Klassiker von Quéneau versprüht Wortwitz, Ironie und anarchische Komik, die die Lachmuskeln nicht zur Ruhe kommen lassen. Frank Heibert hat sich an eine Neuübersetzung gewagt.

Und wer Lust hat, kann sich auch die schöne Verfilmung von Louis Malle für das Heimkino bestellen. 

Jetzt in Neuübersetzung von Frank Heibert.

Raymond Quéneau, Zazie in der Metro, Suhrkamp Verlag, 22,– €

 

Für frankophile Filmfans Die Dinge des Lebens

Und auf einmal ist es ganz still. Gerade hat sich das Auto noch mehrmals überschlagen, der von Michel Piccoli gespielte Architekt ist meterweit aus dem Fahrzeug geschleudert worden. Und nun liegt der Schwerverletzte in einer kniehohen Wiese, umgeben von Obstbäumen, geradezu idyllisch. Und für einen Moment ist alles ganz still.

 

Bis eine hektische Maschinerie einsetzt. Passanten versuchen den in Brand geratenen Sportwagen zu löschen, die Polizei sperrt ab und befragt Zeugen und die Sanitäter bergen den Schwerverletzten. Die Lebensgefährtin (Romy Schneider) macht sich von Paris aus auf den Weg, auch eine Ex-Frau und ein erwachsener Sohn eilen ans Bett des mit dem Tode Ringenden.

 

Vor dem inneren Auge des Architekten spielen sich derweil nochmal entscheidende Szenen seines Lebens ab.

 

Arte sendet anlässlich des Todes von Michel Piccoli heute um 21:45 Uhr den kongenialen Klassiker von Claude Sautet.

 

Die Dinge des Lebens, Sonntag, 21:45 Uhr, arte

Für frankophile Bücherfans Albert Camus, Die Pest

Zuerst sterben die Ratten, dann die Menschen und auf einmal sind alle Grenzen geschlossen. Die Menschen kommen nicht mehr raus aus Oran. Manche Mitmenschen zeigen Solidarität, andere ziehen Profit aus dem Leid der anderen, wieder andere versuchen einfach nur zu überleben. Heute zeigt sich einmal mehr, wie visionär der Text von Camus war.

 

Eigentlich soll das Werk, für das Camus den Literatur-Nobelpreis erhält, als Parabel auf den Faschismus und die Zeit der deutschen Besatzung gedacht gewesen sein.

 

Egal wie man den Roman liest, er bleibt eine hoch spannende, lohnenswerte Lektüre, die sprachlich in ihrer Schlichtheit eine ungeheure Wucht entfaltet und ganz nebenbei einen tiefen Einblick in Camus‘ Philosophie gibt.

 

In der 3sat-Mediathek können Sie darüber hinaus eine Theaterfassung des Romans ansehen, die nur dort abzurufen ist. Es handelt sich um eine Adaption des Theaters Oberhausen, die nach dem Lock-down inszeniert wurde. Die einzelnen Protagonisten haben sich in dieser Zeit nie physisch getroffen. Die ersten beiden Folgen sind online, die Folgen 3 – 5 werden an den nächsten 3 Samstagen veröffentlicht.

 

Bitte unterstützen Sie in diesen schwierigen Zeiten den regionalen Buchhandel. Die meisten regionalen Buchhandlungen verfügen über eigene Internet-Shops und sind auch telefonisch für sie erreichbar.

 

Albert Camus, Die Pest, Rowohlt Verlag, 12,– €

 

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