die freunde von dinard e.v.

40 Jahre Partnerschaftsverein

Gelobt sei Gott

Wer unseren Patenfilm noch nicht gesehen hat,  hat noch zweimal Gelegenheit dazu auf dem Filmfest:

Mittwoch, 11.09.2019, 20:15 Uhr in Seefeld

Donnerstag, 12.09.2019, 19:30 Uhr in Gauting.

Der Film entfaltet mit seiner ruhigen und sachlichen Erzählweise eine Wucht, der man sich kaum entziehen kann. Unbedingt anschauen!

Für francophile Kinofans

Mit dem Fünfseen-Filmfestival starten die Breitwand-Kinos unter dem Titel „Afrika im Aufbruch“ eine bemerkenswerte Filmreihe, in der auch Filme aus dem francophonen Afrika gezeigt werden und die uns sehenswerte Einblicke in unseren Nachbarkontinent erlaubt.

Die Reihe startet am 10.09.2019 um 19:30 Uhr in der Schlossberghalle in Starnberg mit dem Film „Frontières“ der jungen Regisseurin Apolline Traoré aus Burkina Faso. Der Film erzählt die Geschichte von 4 Frauen die auf dem Landweg vom Senegal nach Nigeria fahren und an schier unüberwindlich erscheinenden offiziellen und  inoffiziellen Grenzen zu scheitern drohen.

„Die Freunde von Dinard“ unterstützen das Fünfseen-Filmfestival

Auch dieses Jahr wieder unterstützt der Verein das Fünfseen-Filmfestival und übernimmt die Patenschaft für den kontrovers diskutierten neuen Film von Francois Ozon „Gelobt sei Gott“.

Der Film wird zu folgenden Daten gezeigt:

Donnerstag, 05.09.19, 17:00 Uhr, Kino Gauting

Donnerstag , 05.09.19, 20:00 Uhr, Schlossberghalle Starnberg

Mittwoch, 11.09.19, 20:15 Uhr, Kino Seefeld

Donnerstag, 12.09.19, 19:30 Uhr, Kino Gauting

Wem der Sinn mehr nach heiterer Unterhaltung  steht, dem sei „Das Geheimnis des Fahrradhändlers“(05.09., 17:45 Uhr in Seefeld, 06.09., 11:00 Uhr im Kino Starnberg, 06.09.. 17:30 Uhr im Kino Starnberg)  ans Herz gelegt, in dem Benoit Poelvoorde einen Fahrradhändler in Südfrankreich spielt, der seinen Mitmenschen seit Jahrzehnten verheimlicht, dass er gar nicht Fahrrad fahren kann.

„Der Glanz der Unsichtbaren“  (06.09., 11:30 Uhr im Kino Starnberg, 10.09., 18:00 Uhr, Schlossberghalle Starnberg, 12.09., 17:45 Uhr im Kino Seefeld) erzählt die Geschichte von Sozialarbeiterinnen eines von der Schließung bedrohten Obdachlosenheimes für Frauen, die in Rekordzeit ihre Schützlinge  „resozialisieren“.

Auch „Der geheime Roman des Monsieur Pick“(05.09., 20:00 Uhr, Kino Seefeld, 06.09., 15:00 Uhr Kino Starnberg, 08.09., 20:00 Uhr Schlossberghalle Starnberg, 11.09., 17:30 Uhr Kino Gauting)lohnt einen Kinobesuch, denn er  ist eine wunderbare Komödie über die ungeklärte Herkunft eines Erfolgsromans.

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch „Der Palast des Postboten“ und für Freunde des klassischen französischen Filmes der kongeniale „Playtime“ über die Absurditäten des modernen Büroalltags von Jaques Tati. Obwohl der Film in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts gedreht wurde, wirkt vieles in ihm auch heute noch seltsam „modern“.

Viel Spass im Kino

Für frankophile Bücherfans

Kamel Daoud, „Der Fall Meursault – Eine Gegendarstellung“

Eine der berühmtesten Romanfiguren der Literaturgeschichte, Meursault, aus „Der Fremde“ von Albert Camus, die seinen Autor über Nacht berühmt gemacht hat, erscheint hier im Gegenlicht. Der Araber, den Meursault scheinbar „aus Versehen“ ermordet, bekommt hier einen Namen, eine Geschichte. Kritik an Religion, das Beklagen einer gescheiterten Dekolonisierung, über 70 Jahre nach dem Erscheinen von Camus Klassiker, nimmt das Buch von Daoud eine faszinierend andere Perspektive ein und tritt in Dialog mit dem ursprünglichen Text. Als Taschenbuch erschienen bei Kiepenheuer & Witsch und für 9,99 € zu erwerben beim Buchhändler Ihres Vertrauens.

Kamel Daoud, „Der Fall Meursault – Eine Gegendarstellung“, Kiepenheuer & Witsch, 9,99 €

Für frankophile Cineasten

So wie Du mich willst: Juliette Binoche spielt eine geschiedene Lehrerin, die ein gefälschtes Profil von sich ins Internet stellt. In Wirklichkeit ist sie 54, im Internet dagegen nur 24 Jahre alt, sie gibt sich einen anderen Namen und stellt Fotos einer fremden Frau zu Ihrem Profil. Als ein junger Mann sich für Ihr Profil zu interessieren beginnt, verstrickt sie sich immer mehr in diesem Labyrinth aus Realität und Fantasie und droht darin verloren zu gehen. Zu sehen u.a. im Kino Breitwand in Gauting Donnertstag, 08.08. bis Samstag 10.08. und Montag 12.08., jeweils um 18:30 und um 21:45 und Mittwoch, 14.08. um 18:30 Uhr.

Für frankophile Cineasten

Im Rahmen der 67. Filmkunstwochen der Münchner Arthouse-Kinos zeigt das Kino Theatiner einige Kino-Klassiker aus Frankreich. Zu sehen sind u. a. „Alphaville“ von Jean-Luc Godard (Samstag, 03.08., 18:15 Uhr), „Vogelfrei“ von Agnès Varda mit der jungen Sandrine Bonnaire (Mittwoch, 07.08. 18:15 Uhr), „Der diskrete Charme der Bourgoisie“ von Luis Bunuel (Freitag, 09.08., 18:15 Uhr), „Pierrot le Fou“ mit Jean-Paul Belmondo (Samstag, 10.08., 18:15 Uhr), sowie die Literaturverfilmung nach Francoise Sagan, „Bonjour Tristesse“ (Mittwoch, 14.08., 18:15 Uhr). Alle Filme außer „Bonjour Tristesse“ laufen im Original mit Untertiteln. Viel Spass im Kino.

31.07.1944: Antoine de Saint-Exupéry startet zu seinem letzten Erkundungsflug

Heute vor 75 Jahren brach Antoine de Saint-Exupéry zu seinem letzten Flug auf. Der Autor von „Nachtflug“, „Südkurier“ und nicht zu vergessen von  „Der kleine Prinz“, war von Korsika aus zu einem Erkundungsflug über der Côte d’Azur aufgebrochen und vermutlich in der Nähe von Marseille abgeschossen worden. Er war einer der Pioniere der Luftfahrt und flog für die Gesellschaft Aéropostale, einer Vorläuferin der Air France, nach Afrika und nach Südamerika. Seine Erfahrungen verarbeitete er auch in seinen Büchern. Sein berühmtes Zitat „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ hat damals wie heute Gültigkeit.

Laurent Binet, Die siebte Sprachfunktion

 

Paris im Mai des Jahres 1980. Der Philosoph Roland Barthes wird nach einem Mittagessen mit dem noch nicht gewählten François Mitterrand von einem Lieferwagen angefahren und stirbt eine Woche später an den Folgen des Unfalls. Noch-Präsident Valéry Giscard-d’Estaing hofft auf Material, das er gegen Mitterrand verwenden kann und beauftragt den Polizisten Bayard unter der Prämisse zu ermitteln, es habe sich um ein Verbrechen gehandelt. Der begibt sich in die Kreise der Philosophen und Literaturwissenschaftler, merkt dass er kein Wort davon versteht, was da geredet wird und „zwangsverpflichtet“ einen jungen Sprachwissenschaftler ihm zu dolmetschen. Es beginnt eine groteske Reise durch das Europa dieses seltsamen Sommers 1980, immer gefolgt von Agenten des bulgarischen Geheimdienstes in einer schwarzen DS und 3 ominösen Japanern in einem brandneuen Renault Fuego, die erst endet mit dem Fernseh-Duell zwischen Mitterrand und Giscard-d’Estaing. Besaß Mitterrand die geheimnisvolle Formel für die siebte Sprachfunktion und ließ diese ihn jene Diskussion ab einem bestimmten Zeitpunkt scheinbar mühelos beherrschen? Ein großer Lese-Spaß und als Taschenbuch unbedingt strand-tauglich und zu erstehen beim Buchhändler Ihres Vertrauens.

 

Laurent Binet, „Die siebte Sprachfunktion“, als Taschenbuch bei Rowohlt, € 12,–

14. Juli – Le Quartorze Juillet

Wie von der Vorsitzenden Angelika Galata angemerkt in ganz unrevolutionärer Atmosphäre  beging der Verein den französischen Nationalfeiertag mit einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant des Golfclubs Feldafing. Ca. 35 Mitglieder genossen den Aperitif bei schönem, aber nicht sehr warmem Sommerwetter auf der Terrasse, bevor man sich zum Essen im Gebäude einfand. Angelika Galata begrüßte die Anwesenden und besonders auch die dritte Bürgermeisterin der Stadt Starnberg Iris Ziebart. Auch von unserem französischem Partnerverein  begleiteten uns Therèse Baert und Alain Baert bei unserer Feier. Bei leckerem Essen und guten Gesprächen hatten wir eine schöne Zeit und der Abend verging wie im Flug.

14. Juli

Die Stimmung ist aufgeheizt in dieser schwülen Nacht, Gerüchte verselbständigen sich, mehr und mehr Menschen drängen sich in den Straßen. Das Ancien Régime scheint jede Reformfähigkeit verloren zu haben, die Menschen misstrauen vagen Versprechungen. Die Bastille, eigentlich bedeutungslos geworden, aber doch Symbol des verhassten Regimes, muss fallen. Nachzulesen in einem faszinierend fiebrigen auf den kleinen Maßstab herunter gebrochenen, auf einzelne Personen fokussierten  historischen Roman von Eric Vuillard, der einem fast das Gefühl zu geben vermag, als stehe man selber mitten  in der aufgewühlten Menge. Ein großer Lesegenuss! Jetzt in deutscher Übersetzung erschienen beim Verlag Matthes & Seitz und käuflich zu erwerben beim Buchhändler ihres Vertrauens.

Eric Vuillard, „14. Juli“, Matthes & Seitz Verlag, € 18,00.

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