die freunde von dinard e.v.

40 Jahre Partnerschaftsverein

August 1961: Vorstellung des Renault R4 60 Jahre Sorglosigkeit

In der Nachkriegszeit hatte Renault mit diversen Heckmotorgewächsen wie dem 4CV, der Dauphine und den Modellen 8 und 10 erfolgreich dem VW Käfer Konkurrenz gemacht. Als Zusatznutzen konnten die Franzosen 2 zusätzliche Türen aufweisen. Die grundsätzlichen Nachteile der Heckmotor-Bauweise – im Grenzbereich schwieriges Fahrverhalten und der totale Mangel an Flexibilität – konnten damit aber nicht überwunden werden.

Im August 1961 kommt dann die Wende: Mit dem R4 wird ein komplett neues Fahrzeug vorgestellt, ein Kasten mit je einem Rad an jeder Ecke, 4 Türen und einer großen Extra-Kofferraumtür. Die Rücksitze sind erstmals umklappbar, der flache Wagenboden macht den Wagen extrem flexibel einsetzbar. Da das Fahrzeug nicht viel wiegt, ist auch die Leistung von zunächst 26 und später 34 PS durchaus ausreichend und die französisch-weiche Federung erzeugt ein sehr komfortables Fahrgefühl für 4 – 5 Personen und Gepäck.

Auch mich persönlich hat das kleine Auto geprägt. Wenn uns meine Tante mit dem R4 aus der Grundschule abholte, hatte man den Hauptpreis gezogen, wenn man im Kofferraum (wer käme heute noch auf so eine Idee!) mitfahren durfte. Später war es der R4 meiner Mutter, den ich nach bestandener Fahrprüfung regelmäßig fahren durfte und dessen cooles Fahrgefühl ich schnell schätzen lernte.

Eine gewisse Sorglosigkeit in der Produktion führte zu heiteren Erlebnissen, wenn mir z.B. der Kumpel auf dem Beifahrersitz während einer Autobahnfahrt freundlich grinsend die Scheibe der Beifahrertür entgegenhielt, die sich beim Versuch sie zu schließen, aus ihrer Schiene gelöst hatte.

Die Mechanik jedoch schien förmlich unverwüstlich: Ob es ein spontaner Wochenendtrip nach Paris oder die Umfunktionierung des Gefährts zum Möbeltransporter war, der R4 hat alles klaglos mitgemacht. Im Winter ist man überall durchgekommen und der Motor startete auch bei -20 Grad problemlos. Nur gegen Rost war er nicht immun und regelmäßig wurden alle Kotflügel ausgetauscht, da sie schon lange vor Ablauf der Garantie durchgerostet waren.

Getreu dem Motto „Perfektion führt zu Langeweile“ hatte man viel Spaß mit dem R4. Schade, dass es solche Autos heute nicht mehr gibt.

14. Juli 2021 Dieses Jahr konnten wir den französischen Nationalfeiertag wieder in der gewohnten Form begehen

Nachdem letztes Jahr das traditionelle, gemeinsame Abendessen anlässlich des französischen Nationalfeiertags wegen der Corona-Krise abgesagt werden musste, war es dieses Jahr glücklicherweise möglich, sich wieder physisch zu treffen.

Im Restaurant Kommod, das sich im schönen neuen Veranstaltungszentrum Becult der Gemeinde Pöcking befindet, fanden sich über 60 Vereinsmitglieder in einer geschlossenen Gesellschaft zusammen und freuten sich sehr, sich endlich einmal wieder persönlich sehen zu können.

Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste durch die Vorsitzende Angelika Galata richtete auch die neue Partnerschaftsreferentin der Stadt Starnberg, Dr. Charlotte Meyer-Bülow, ein  Grusswort an die Versammelten und bekräftigte – auch im Namen des Bürgermeisters der Stadt Starnberg, Patrick Janik – die Unterstützung der Partnerschaft zwischen Dinard und Starnberg durch die Stadt Starnberg.

Danach pflegten die Anwesenden den lange vermissten persönlichen Austausch bei gutem Essen im angenehmen Ambiente des Restaurants „Kommod“.

Wir freuen uns, dass diese Veranstaltung  heuer wieder möglich war.

Für frankophile Kinofans Filmfest München 2021

Nach der corona-bedingten Pause 2020 geht das Filmfestival München mit neuem Schwung und einem verkleinerten aber feinen Programm an den Start. Auch sind komplett neue Spielstätten Teil des Neuanfangs, so auch das Institut Francais.

4 Filme aus der Frankophonie möchten wir Ihnen hier ans Herz legen:

Seules les bêtes/ Die Verschwundene: Ein dicht-gewobener Thriller über ein verlassenes Auto im Schneesturm, eine Frau die spurlos verschwunden ist.

La nuit des rois: Leider viel zu selten haben wir Gelegenheit Filme aus dem frankophonen Afrika zu sehen! In dieser phantasievollen und bildgewaltigen Produktion aus der Elfenbeinküste proben die Insassen eines Gefängnisses mitten im Urwald die Vision einer freien Gesellschaft.

Saint Narcisse: Der in der queeren Subkultur gefeierte kanadische Regisseur Bruce LaBruce lässt hier seinen Protagonisten nach dem Tod seiner Mutter auf sein Alter-Ego treffen.

Sommer 85: Bislang wenig beachtet, werden die Achtziger Jahre gerade als Jahrzehnt des Umbruchs, großer Umwälzungen wiedererkannt. In Francois Ozons neuem Film verliebt sich ein junger Mann in einen anderen Mann. Tatsächlich sind die Achtziger Jahre auch für das Queer-Movement sowohl in negativer als auch in positiver Hinsicht von großer Bedeutung.

Wir wünschen Ihnen wundervolle Kino-Unterhaltung. Termine unter „www.filmfest-muenchen.de

 

Für frankophile Kinofans Jetzt auch in den Breitwand-Kinos: "Aznavour by Charles"

Auch im Kino Breitwand in Seefeld läuft nun die sehenswerte Doku „Aznavour by Charles“ die sich zum großen Teil des Materials aus dem privaten Filmarchiv des Ausnahme-Künstlers bedient. So entsteht eine berührende Rückschau in die 50er und 60er Jahre, Romain Duris führt als Sprecher aus dem Off durch den Film.

Unbedingt anschauen! Termine unter www.breitwand.com

Für frankophile Bücherfans Matias Enard, Das Jahresbankett der Totengräber

Der verkrachte Anthropologe David verlässt Paris und reist in die westfranzösische Provinz um eine Doktorarbeit über die „Eingeborenen“ zu schreiben. Diese sind – man ahnt es schon – auf der einen Seite skurril aber zu gleich nicht skurril genug für die Vorstellungen des jungen Mannes. Trotzdem wird er immer tiefer hineingezogen in diesen Kosmos aus einem alkoholsüchtigen Pfarrer, der Bio-Bäuerin Lucie und Bürgermeister Marcial, der zugleich das einzige verbliebene Café betreibt und Chef der örtlichen Totengräber ist.

Das ganze gipfelt im titelgebenden „Jahresbankett der Totengräber“, ein grosses Fressen, das sich über 100 Seiten hinzieht, Menschen verwandeln sich in Wildschweine, eine wilde Tour de Force durch die Jahrhunderte beginnt.

Immer ist die schiere Lust am Fabulieren des Goncourt-Preisträgers zu spüren.

Matias Enard, Das Jahresbankett der Totengräber, Hanser Verlag, ISBN 978-3-446-26934-7, 26,–€

Zu erwerben beim Buchhändler ihres Vertrauens.

Französisch-Konversation Zoom-Französisch geht in die nächste Runde

Am Montag, den 21.06.2021 treffen wir uns um 20:00 Uhr zu einer weiteren Runde Französisch-Konversation im Format des Zoom-Meetings. Der Vorteil dabei ist, dass  jede/r sich bequem von zuhause oder von wo auch immer sie/er gerade ist zuschalten und teilnehmen kann.

Wer Interesse hat wendet sich bitte an a.galata@gmx.de.

Für frankophile Kinofans Neue französische Filme im Theatiner Kino in München

Eines der wenigen Kinos in München, dass seine Türen wieder geöffnet hat, dasTheatiner-Filmkunsttheater in der Theatiner-Passage, bietet zur Zeit eine ganze Reihe neuer französischer Filme im Original mit Untertiteln.

Mit Filmen wie „Notre Dame“, „chambre 212“, „Sous le ciel de Paris“, „Gloria mundi“, „Les parfums“ und „Aznavour by Charles“ wird ein breites Spektrum an menschlichen Schicksalen eröffnet und zugleich ein interessantes Panorama auf die weiterhin hoch spannende französische Kinolandschaft geboten.

Das Programm ist einzusehen unter www.theatiner-film.de.

Viel Spaß im Kino

Für frankophile Bücherfans Leila Slimani, Das Land der Anderen

2016 für ihren Roman „Dann schlaf auch Du“ mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet und von Emanuel Macron zur Botschafterin der Frankophonie ernannt, präsentiert der Luchterhand Verlag nun die deutsche Ausgabe des neuen Romans von Leila Slimani,  „Das Land der Anderen“.

Die junge Elsässerin Matilde verliebt sich 1944 in Amine, den jungen Offizier der Befreiungsarmee De Gaulles. Gemeinsam gehen sie nach Marokko um im Atlasgebirge den Hof des Vaters zu übernehmen. In einem Marokko, das noch unter französischer Herrschaft steht, sitzen sie zwischen allen Stühlen, gehören als gemischt-ethnisches Paar nirgends richtig dazu. Und doch kämpft Matilde für Ihre Vision von Multikulturalität.

Leila Slimani beschreibt in ihrer gewohnt schlichten und klaren und doch so berührenden Sprache den Kampf des jungen Paares mit einer teilweise feindseligen Umwelt, aber auch, dass es immer wieder gezwungen wird,  die eigenen Vorurteile zu hinterfragen.

Zu erwerben beim Buchhändler Ihres Vertrauens.

Leila Slimani, Das Land der Anderen, Luchterhand Verlag, ISBN 9783630876467, 22,–€

Citroen Ami 6 60 Jahre französisches Understatement

In den 50er Jahren hatte Citroen mit dem 2 CV und der DS sowohl am unteren, als auch am oberen Ende der Modellskala große Erfolge. Zwischendrin befand sich allerdings…..nichts. Deshalb entschloss man sich zur Entwicklung eines neuen Modells, kompakt und preissensibel. So wurde auf der Basis der 2-CV-Technik eine moderne Stromlinienform aufgebaut, die manche Zeitgenossen etwas skurril fanden. Der Motor wurde auf anfangs 19,5 und ab 1966 32 PS verstärkt. Vom 2CV erbte der Ami 6 das zugleich komfortable und sichere Fahrverhalten, der Innenraum war allerdings von der DS inspiriert und wirkte daher wesentlich gediegener.

In Rennes wurde ein komplett neues Werk für das ulkige Auto gebaut. 1961 war es dann so weit. Der später auch als Kombi erhältliche Wagen wurde der Öffentlichkeit vorgestellt und in Frankreich sofort zum großen Erfolg. Zeitweise führte er die Zulassungsstatistik an. Die Deutschen dagegen wussten das intelligent gemachte Vehikel nicht zu schätzen. Möglicherweise bot es zu wenig Überholprestige für deutsche Wirtschaftswundler

Flaminio Bertoni jedoch, der auch für das Design der DS verantwortlich zeichnete, betrachtete den Ami 6 immer als sein absolutes Meisterwerk.

Für frankophile Bücherfans Lesung mit Louise Dupré als Zoom-Meeting

Die Kanadisch-Deutsche Gesellschaft e.V. lädt am 19. Mai 2021 um 19:30 zur Lesung mit der québecischen Autoin Louise Dupré und ihrer deutschen Übersetzerin Ursula Mathis-Moser ein. Louise Dupré liest aus ihrem jüngst in Deutsch erschienen Werk „Tout comme elle/ Ganz wie sie“ vor, in dem sie in poetischen Tableaus über ihre Beziehung zu ihrer Mutter philosophiert. Ursula Mathis-Moser übernimmt den deutschen Teil der Veranstaltung.

Louise Dupré wird außerdem aus einem neuen Roman lesen, den Ursula Mathis-Moser gerade für die deutsche Ausgabe übersetzt.

Um an der Veranstaltung teilzunehmen melden Sie sich bitte auf der website der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft(www.dkg-online.de) unter „events“ an. Dort können sie sich auch mit einer Lyrikseite verlinken, auf der 15 sehr berührende Gedichte von Louise Dupré zu lesen und zu hören sind.

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