die freunde von dinard e.v.

40 Jahre Partnerschaftsverein

Autor: Christoph Dürrwanger (Seite 2 von 15)

Für frankophile Kino-Fans "Petite Maman" von Céline Sciamma

Wer auf dem Fünfseen-Filmfestival 2021 unseren sehenswerten Patenfilm „Petite Maman“ verpasst hat, hat jetzt die Gelegenheit dies nachzuholen.

Der bewegende Film über das kleine Mädchen das beim Spielen im Wald auf die eigene Mutter als Kind trifft ist in den Breitwand-Kinos im Landkreis oder im Kino Theatiner im Original mit Untertiteln zu sehen. Unbedingt anschauen!

Rege Beteiligung am Vereinsstammtisch Knapp 20 Mitglieder treffen sich am 16.03. im Beccult

Trotz kurzfristiger Termin- und Ortsänderung fanden sich am Mittwoch, den 16. März knapp 20 Mitglieder im Restaurant Kommod im Pöckinger Kulturzentrum Beccult zusammen um sich bei gutem Essen und Trinken auszutauschen. Erfreulich viele Neu-Mitglieder nahmen die Gelegenheit war, um andere Vereinsmitglieder zu treffen und kennen zu lernen.

Einige Unentwegte wagten es trotz kühlem Wetters um mit klammen Fingern einige Runden Boule auf dem angrenzenden Boule-Platz zu spielen.

Der Termin für den nächsten Stammtisch wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Vor 50 Jahren purzelt der R5 auf die Straßen Europas Es lebe die Kompaktheit

Vor 50 Jahren macht Renault mit einem ganz neuen Fahrzeugkonzept Furore: Der Renault 5 führt eine neue Riege von Kompaktwagen an, die ab den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts in Europa populär werden. Später wird man die kleinen Wagen die „Super-Minis“ nennen. Dem genialen Konzept des Minis fügen sie mit einer großen Heckklappe und variablem Innenraum deutlich mehr Nutzwert hinzu.

Der Renault 5 wird nicht nur eines der ersten Autos bei dem die Stoßstangen aus Kunststoff und optisch komplett in den Wagenkörper integriert sind, auch gibt sein Design insgesamt ein sichtbares  Statement. Die Zeiten, in der kleine Autos ihre Kleinheit zu verbergen suchen sind vorbei. Vielmehr feiert man selbstbewusst die Kompaktheit.

So tritt der Renault 5 seinen Siegeszug in die Siebziger Jahre an und  wird nicht nur von Frauen in Frankreich und Deutschland gern gefahren.

Allerdings ein wesentliches Element des Mini-Konzeptes übernimmt der R5 zunächst nicht: Aus Kostengründen basiert er technisch auf dem R4, der Motor ist wie bei diesem längs eingebaut und nicht quer. Trotzdem ist das kleine Auto sehr geräumig und vielseitig einsetzbar.

Erst 1984 wird der Ur-R5 durch den optisch ähnlichen aber technisch neuentwickelten „Super-Cinq“, der in Deutschland als „Der kleine Freund“ vermarktet wird, abgelöst.

 

Für frankophile Kinofans Notre Dame - Die Liebe ist eine Baustelle

Die Architektin Maud jongliert als allein-erziehende Mutter zwischen Privatleben und beruflichem Erfolg, ihr nervender Chef ist ihr immer auf den Fersen. Auch ihr Ex-Mann, Vater ihrer Kinder irrlichtert weiterhin durch ihr Leben, als sie von der Pariser Bürgermeisterin den Auftrag zur Neugestaltung des Vorplatzes von Notre-Dame übertragen bekommt.

Wunderschönes Feel-Good-Movie mit einigem Tempo, das noch vor dem Brand von Notre-Dame gedreht wurde.

Zu sehen in den Breitwand-Kinos im Landkreis und in Original mit Untertiteln im Kino Theatiner in München.

Viel Spass im Kino

Für frankophile Kinofans Afrika im Kino Theatiner

Das Theatiner-Kino in München bietet mal wieder einen kleinen Einblick in die frankophone Welt unseres Nachbar-Kontinents:

143, rue du Désert

Malika hat einen kleinen Laden an der Route Nationale 1, die die algerische Sahara durchquert. Reisende können bei Ihr Kaffee trinken oder auch ihren Hunger stillen und natürlich auch Geschichten erzählen. So eröffnet sich ein ganzer Kosmos von Geschichten über die ganze Welt, die Situation im Land, Religion und Politik. Der kleine Beton-Quader wird irgendwie zum Mittelpunkt der Welt.

Zu sehen im Kino Theatiner in München im Original mit Untertiteln, Sonntag, den 12.12.2021, 11:30 Uhr

Aya of Yop City

Zeichentrickfilm , der auf dem gleichnamigen Comic basiert und ironisch den Alltag der jungen Frau Aya aus einem Arbeitervorort Abidjans beleuchtet. Das Leben der 19-Jährigen zwischen den Zwängen des Elternhauses, der Suche nach dem erträumten Partner in der Disko und den üblichen Alltagssorgen in der Elfenbeinküste Ende der ausgehenden 70er Jahre eröffnen ein buntes Kaleidoskop der Realität in einer afrikanischen Großstadt jener Zeit.

Zu sehen im Kino Theatiner in München im Original mit Untertiteln, Dienstag, den 14.12.2021, 18:15 Uhr.

Viel Spass im Kino

Für frankophile Kinofans À la carte - Freiheit geht durch den Magen

Koch Manceron wird gefeuert, weil er seinen adeligen Herren etwas so Banales wie eine Kartoffel präsentiert hat. Auf dem heimischen Bauernhof trifft er auf eine geheimnisvolle junge Frau, die ihn bittet, sie in seine Künste einzuweihen.

Wir schreiben das Jahr 1789, die Zeiten sind unruhig. Manceron und seine junge Lehrfrau dagegen machen sich daran, die Kochkunst neu zu erfinden, am Ende werden sie auch das Restaurant erfunden haben.

Bewegende Tragikkomödie mit schönen Bildern.

Zu sehen im Original mit Untertiteln im Kino Theatiner und in deutscher Fassung im Kino Breitwand in Seefeld.

Viel Spass im Kino

Vereinsstammtisch vom 29.11.2021 entfällt wegen Corona-Lage!

Liebe Freunde von Dinard,

der für heute angesetzte Stammtisch des Vereins muss leider wegen der schwierigen Corona-Situation entfallen. Wir hoffen, dass wir uns im neuen Jahr wieder in geselliger Runde treffen können.

Trotzdem wünschen wir eine besinnliche Adventszeit und bleiben Sie gesund.

 

Besuch in den Bassins de Lumière Ein bleibendes Erlebnis

Gegen Mittag erreichen wir die ehemaligen U-Boot-Bunker von Bordeaux , von außen hässlich wie eh und je. Der erste Parkplatz ist voll, auf einem zweiten finden wir noch einen Platz.

Erste Schlange: Passe-sanitaire vorzeigen, zweite Schlange warten am Einlass. Es geht alles ganz schnell und wirkt gut organisiert, doch kaum stehen wir in der zweiten Schlange, fängt es an zu regnen. Die Regenschirme haben wir natürlich im Auto gelassen. Was tun? Wie lange können wir dem Regen standhalten ohne pitschnass zu werden? Die Dame am Einlass hat Erbarmen mit uns, Gott sei Dank!

Wir kaufen die Karten. Nach der langen Fahrt müssen wir alle dringend auf die Toilette. Die nette Dame am Eingang erklärt uns, die Toiletten seien ganz am anderen Ende des Geländes. Hoffentlich schaffen wir es rechtzeitig, wir tauchen in komplette Finsternis ein, für meinen Geschmack zu viele Menschen in Corona-Zeiten in der Finsternis…hoffentlich verlieren wir uns nicht. Letztlich schaffen wir es rechtzeitig bis zum Klo.

Und dann stehen wir auf einer Brücke über dem Wasser, in der Ferne sind die Sillouetten von Menschen auf einer zweiten Brücke zu erkennen.

Das Spektakel beginnt: zunächst mit einer kurzen U-Boot-Sequenz zu Klängen aus dem berühmten Film. Doch dann erscheinen Werke von van Gaugh, Monet, Manet in Übergröße, überall, vor Dir, hinter Dir, unter Dir, das Wasser spiegelt sie. Sie bauen sich auf, entwickeln sich und dekonstruieren sich wieder um dem nächsten Motiv zu weichen, alles untermalt mit Musik, alles spiegelt sich im Wasser, Du weißt gar nicht wohin Du zuerst schauen sollst, fasziniert, in den Bann genommen, manchmal, hast Du den Eindruck, man ziehe Dir den Boden unter den Füssen weg, alles ist Illusion.

Nach einer halben Stunde sind wir so erfüllt von dieser geballten Flut von Eindrücken, dass wir uns entschließen zu gehen.

Es ist auch kein Platz mehr für weitere Eindrücke in uns, die Cité du vin bewundern wir nur von außen.

Für frankophile Literatur-Fans Hans Pleschinski liest aus dem Briefwechsel Voltaire - Friedrich der Große

Wer sich trotz der sich verschärfenden Situation in den kleinen Saal der Schlossberghalle gewagt hatte, der wurde mit einem denkwürdigen Abend belohnt.

Hans Pleschinski las nicht nur mit viel Emphase aus den von ihm herausgegebenen Briefen, er kommentierte auch mit Humor und umrahmte die Texte mit wichtigen Zusatzinformationen. So entwickelte sich vor den Zuschauern und Zuschauerinnen eine Art Gesamtbild einer der – wie Pleschinski ausführte – bedeutendsten Brieffreundschaften der Weltliteratur. Immer in einem sehr eleganten Stil, manchmal sehr zugewandt, manchmal aber auch sehr kritisch reiben sich die beiden großen Geister aneinander.

Seltsamerweise seien die Briefe nie zuvor ins Deutsche übersetzt worden, führte Pleschinski weiter  aus. Möglicherweise passte das Bild, dass dort von Friedrich dem Großen entsteht nicht ins deutsche Geschichtsbild einer bestimmten Zeit.

Auch die herausragenden Leistungen von Voltaire abseits der Literatur, wie z.B. sein Engagement die Einführung erster Indizien-Prozesse ließ der Autor nicht unerwähnt.

So konnten wir einen spannenden und unterhaltsamen und immer kurzweiligen Abend genießen, der uns im Gedächtnis bleiben wird.

Dank des Büchertisches, den die Bücherjolle dankeswerterweise vor dem Saal aufgebaut hatte, konnten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer dann auch noch literarisch eindecken und so den Abend nachwirken lassen.

Für frankophile Theaterfans Annie Ernaux, Erinnerung eines Mädchens

Die italienische Regisseurin Silvia Costa hat Annie Ernaux  viel beachtetes autobiografisches Werk über eine schwierige Erinnerung, sexuelle Doppelmoral und Selbstermächtigung für das Theater umgearbeitet. Die Auseinandersetzung der Autorin mit einem traumatischen Erlebnis ihrer Jugend wird so visuell erfahrbar, geradezu wissenschaftlich seziert sie das Ereignis und versucht Jahrzehnte später Klarheit über das Erlebte zu erlangen.

Zu sehen im Marstall in  München.

Nächste Vorstellungen am Samstag den 13. November, Samstag, den 12. Dezember und Dienstag den 28. Dezember, jeweils 20:00 Uhr. Karten im Vorverkauf, an der Abendkasse oder im Internet zu je 28,– €.

Viel Spaß im Theater

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