Und auf einmal ist es ganz still. Gerade hat sich das Auto noch mehrmals überschlagen, der von Michel Piccoli gespielte Architekt ist meterweit aus dem Fahrzeug geschleudert worden. Und nun liegt der Schwerverletzte in einer kniehohen Wiese, umgeben von Obstbäumen, geradezu idyllisch. Und für einen Moment ist alles ganz still.
Bis eine hektische Maschinerie einsetzt. Passanten versuchen den in Brand geratenen Sportwagen zu löschen, die Polizei sperrt ab und befragt Zeugen und die Sanitäter bergen den Schwerverletzten. Die Lebensgefährtin (Romy Schneider) macht sich von Paris aus auf den Weg, auch eine Ex-Frau und ein erwachsener Sohn eilen ans Bett des mit dem Tode Ringenden.
Vor dem inneren Auge des Architekten spielen sich derweil nochmal entscheidende Szenen seines Lebens ab.
Arte sendet anlässlich des Todes von Michel Piccoli heute um 21:45 Uhr den kongenialen Klassiker von Claude Sautet.
Die Dinge des Lebens, Sonntag, 21:45 Uhr, arte
Am 20. Februar trafen sich gut 20 Vereinsmitglieder in der Kunsthalle in München um an einer Führung durch die Ausstellung „Die Fäden der Moderne“ teilzunehmen. Die Exponate, die in Deutschland zum ersten Mal zu sehen sind, sind auch in Frankreich für die Öffentlichkeit schwer oder gar nicht zugänglich, da sie – im staatlichen Auftrag entstanden – in staatlichen Institutionen hängen. Die Tapisserien wurden mit aufwändig hergestellten Farbgarnen nach Vorlagen u.a. von Miró und Picasso in jahrelanger Arbeit hergestellt. Insgesamt ist eine Mischung verschiedener Stile vom Ende des ersten Weltkrieges bis hin zum Fotorealismus zu sehen. Der Kunstvermittlerin Frau Schaffrath gelang es einen zugleich informativen wie kurzweiligen Einblick in die Thematik zu geben.

